Geriatrieplan für Mecklenburg-Vorpommern: Vorbereitung auf älter werdende Gesellschaft
Als eine professionelle Vorbereitung auf die Folgen des demografischen Wandels hat Sozialstaatssekretär Nikolaus Voss den neuen Geriatrieplan des Landes gewürdigt. Das Kabinett habe das Konzept beschlossen und dem Landtag zugeleitet, sagte Voss am Freitag in Schwerin.
In einem langen Prozess, in den alle Beteiligten aus dem Bereich an der Geriatrie eingebunden waren, seien Pläne des Ministeriums mit den Vorstellungen der Krankenhausgesellschaft und den Ideen der Kassenärztlichen Vereinigung zusammengeführt worden. „Das Ergebnis dieses aufwändigen Verfahrens ist ein Plan aus der Praxis für die Praxis. Schon der Prozess des Entstehens hatte eine maßgebliche Wirkung auf die Weiterentwicklung der Geriatrie“, so der Staatssekretär.
Der Geriatrieplan stellt Versorgungsstrukturen sowie Qualitätskriterien umfassend dar und nennt in einem Handlungsleitfaden die Aufgaben, die in naher Zukunft gelöst werden müssen. Dazu gehören neben Prävention und Gesundheitsförderung, der gesamte ambulante Bereich, die Akutkrankenhäuser, Rehaeinrichtungen und die Pflege, die Palliativversorgung und die Vernetzung geriatrischer Versorgungsangebote.
Ein Ergebnis des Planes besteht darin, dass in der Versorgungspraxis ein Konsens zu Qualitätskriterien erreicht wurde. Dazu zählt, dass künftig bei der Aufnahme aller Patientinnen und Patienten, die älter als 65 Jahre sind, in Akutkrankenhäusern ein geriatrisches Screening vorzunehmen ist. Ein Beispiel für einen neuen Baustein in der Versorgung ist ambulante geriatrische Komplexbehandlung. Die Entstehung dieses Versorgungsangebotes fordert von den Krankenkassen, der Kassenärztliche Vereinigung und den Ärzten die Bereitschaft, neue Wege zu gehen. Inzwischen sind sich alle Beteiligten darüber einig, dass dieses Angebot flächendeckend ausgebaut wird.
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