Das Bündnis Kinderschutz MV geht an den Start
Programm „Frühe Hilfen und Qualitätsentwicklung zum Kinderschutz“
Mit einem Bündnis Kinderschutz will das Ministerium für Soziales und Gesundheit den Kinderschutz verbessern. Zum Projektstart am 2. Dezember 2010 in Güstrow sagte Sozialministerin Manuela Schwesig, Kinderschutz brauche Entwicklungsimpulse . Die Sensibilität gegenüber Vernachlässigung und Gewalt gegen Kinder sei zwar in den letzten Jahren gewachsen, doch es sei wichtig, die Fachkräfte durch gezielte Qualifizierungen zu unterstützen und die Zusammenarbeit der verschiedenen Bereiche in lokalen Netzwerken besser zu koordinieren.
Gewalt gegen Kinder habe viele Gesichter. Deshalb könnten weder einzelne Berufe noch einzelne Modelle allein einen wirksamen Kinderschutz gewährleisten. „Jugendamt, Gesundheit, Justiz, Polizei und Schule bilden eine Verantwortungsgemeinschaft“, betonte die Ministerin. „Kinderschutz gelingt besser, wenn alle Hand in Hand arbeiten – gemeinsam im Bündnis.“
Grundlage für das Bündnis Kinderschutz MV ist das LandesProgramm „Frühe Hilfen und Qualitätsentwicklung zum Kinderschutz“. Die fachliche Umsetzung des Bündnisses hat das Ministerium der Start Beratungsgesellschaft übertragen. Die Start gGmbH begleitet die Kinderschutzarbeit von sieben Jugendämtern im Land bereits seit 2008 mit einem Praxisbegleitsystem. Dieses Angebot wird jetzt im Bündnis fortgesetzt und erweitert.
Am Bündnis Kinderschutz MV sind alle 18 Jugendämter in Mecklenburg-Vorpommern beteiligt. Das Qualifizierungsangebot bezieht sich nicht allein auf die Kinderschutzarbeit im Jugendamt, sondern schließt die Arbeit an den Schnittstellen ein. Hans Leitner, Geschäftsführer von Start, betont: „Um Lösungen zu finden, Familien möglichst frühzeitig zu unterstützen, ist es notwendig Verfahren und Handlungsabläufe der beteiligten Akteure aufeinander abzustimmen. Die Jugendämter werden also kommunale Kinderschutz-Partner in den Qualifizierungsprozess einbeziehen.“
Ein weiteres Instrument, um die Vernetzung der Kinderschutzarbeit in MV zu verbessern, ist die Website www.bündnis-kinderschutz-mv.de. Michael Bock, Mitarbeiter der Bündnis-Geschäftsstelle in Rostock, nennt als Beispiel dieKinderschutz-Landkarte MV,über die Eltern und Fachkräfte im Internet Informationen zu Beratungs- und Hilfsangeboten finden. „Es gibt eine Fülle von effektiven Hilfen für Kinder und ihre Eltern. Doch Familien müssen zunächst einmal wissen, wo sie diese finden.“ Fachkräfte, die Familien beraten, brauchen deshalb Wissen über Unterstützungsangebote in anderen Bereichen. „Wenn Hilfen bei Eltern und Kindern frühestmöglich ankommen sollen, müssen sich die Partner vor Ort kennen und miteinander reden.“
Bündnis Kinderschutz MV – gefördert durch das Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern Geschäftsstelle, c/o Start gGmbH, Gertrudenstraße 11, 18057 Rostock
Ansprechpartner: Michael Bock, Telefon/Fax: 0381 – 46 13 98 89, E-Mail: rostock@start-ggmbh.de
Foto Indexseite: Helios Klinik Schwerin
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